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13 gute Gründe
für das Zukunftszentrum
in Frankfurt (Oder)

Noch nie wandelte sich die Welt so schnell wie heute. Noch nie fiel es so vielen Menschen schwer, mit der Entwicklung Schritt zu halten. Die zunehmende Spaltung ganzer Gesellschaften hat tiefliegende Ursachen. Unter anderem in auseinanderdriftenden Lebens- und Erlebenswelten sowie in einer Zersplitterung der Informationsquellen bei gleichzeitig rückläufiger Kompetenz, Informationen einzuordnen und mit ihnen umzugehen. Kurz: Es fehlt an gemeinsamen Erkenntnissen, gemeinsamen Werten, einem konstruktiven Austausch und dem Mut, gemeinsam die Zukunft zu gestalten.

Eine von der Bundesregierung eingesetzte Kommission zum Stand der Deutschen Einheit im Jahr 30 des Beitritts der DDR zur Bundesrepublik hat einen vielversprechenden Weg gewiesen, sich diesen Herausforderungen auf innovative und einzigartige Weise zu stellen: Die Gründung eines Zukunftszentrums für Europäische Transformation und Deutsche Einheit.

Die drei Säulen des Zukunftszentrums:

wissenschaftliches Institut

Ein wissenschaftliches Institut soll fächerübergreifende Forschung zu Fragen gesellschaftlicher Transformation mit besonderem Fokus auf ostdeutsche und europäische Entwicklungen ermöglichen. Langfristig soll so ein wissenschaftlicher Knotenpunkt anwendungsorientierter Transformationsforschung entstehen.

Dialog- und Begegnungszentrum

Ein Dialog- und Begegnungszentrum wird Ort der Begegnung von Bürgerinnen und Bürgern aus unterschiedlichen Regionen Deutschlands und Europas. Hier entsteht ein Ort der Debatte, des Dialoges und der Vernetzung, um die Vergangenheit zu reflektieren und daraus Lösungen für die gemeinsame Zukunft zu finden.

Kulturzentrum

Mit einem Kulturzentrum entsteht ein Ausstellungsort, der die Erfahrungen des Aufbau Ost und der europäischen Integration mit künstlerischen Mitteln widerspiegelt sowie gesellschaftliche und individuelle Lebensleistungen nach 1990 angemessen würdigt.

Für den Bewerbungsprozess sind 13 Bedingungen zu erfüllen.

Befragen Sie sich selbst und lesen unsere Antworten hinter jedem Bewerbungskriterium. Sie werden überrascht sein – Frankfurt (Oder) ist in jeder Hinsicht wie gemacht für das Zukunftszentrum.

01. Im Osten
Das Zukunftszentrum soll in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Thüringen angesiedelt werden.

Frankfurt (Oder):
02. Ort der Transformation
Die Stadt soll politische, wirtschaftliche und kulturelle Bezüge und Erfahrungen zum Thema Transformation und Deutsche Einheit sowie Vorstellungen, wie diese für das Zukunftszentrum fruchtbar gemacht werden können, darlegen.

Frankfurt (Oder) hat sich als Vorreiter und Vorbild für grenzüberschreitende Zusammenarbeit und europäische Verständigung profiliert. Die Stadt verfügt über spezifische Transformationserfahrungen, die – beispielsweise vom Standort der Halbleiterindustrie in der DDR über die Ansiedlung von Chipfabriken bis hin zur Solarindustrie nach 1990 und in den „Nullerjahren“ des 21. Jahrhunderts – weit über die Narration der Friedlichen Revolution hinausreichen. Politisch, wirtschaftlich und kulturell ist die Entwicklung dieser Stadt im Vergleich zu anderen Standorten im Osten Deutschlands vor allem während der letzten drei Jahrzehnte von überdurchschnittlichen Veränderungen geprägt. Das Zukunftszentrum kann diese Entwicklungen und Erfahrungen direkt nutzen.

03. Wirtschaftlicher Bedarf
Die Stadt soll einen besonderen struktur- und regionalwirtschaftlichen Bedarf aufweisen. Das Zentrum soll auch mitwirken, die künftige Entwicklung der Kommune zu fördern – auch im Sinne eines Beitrages zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse.

Frankfurt (Oder) würde durch das Zukunftszentrum einen direkten, schnell spürbaren wirtschaftlichen Impuls erlangen. Die Schaffung guter und sicherer Arbeitsplätze im Zentrum und in dessen Umfeld, der wirtschaftliche Nutzen durch enormen Zuwachs an Tages- und Übernachtungsgästen und nicht zuletzt die positiven Auswirkungen bei der Vermarktung von Gewerbeflächen durch wachsende Prominenz des Standortes würden die Stadt deutlich schneller zu ihrem Ziel kommen lassen, das in der Gesundung der kommunalen Finanzen und der Verbesserung der Lebensumstände ihrer Bewohnerinnen und Bewohner liegt. Obwohl die städtische Verschuldung in den letzten vier Jahren mehr als halbiert werden konnte, ist der Weg zum Haushaltsausgleich weiterhin eine große Herausforderung. Obwohl zuletzt vermehrt wirtschaftliche Neuansiedlungen gelangen, nimmt das Lohnniveau in dieser Stadt im Brandenburgvergleich noch immer den letzten Platz ein. Obwohl für Kinder und Jugendliche zuletzt enorm viel unternommen wurde, ist die Armut von Jungen und Mädchen in Frankfurt (Oder) noch immer ein bedrückendes Problem. Das Zukunftszentrum brächte die positiven Entwicklungen schnell entscheidend voran.

04. Synergieeffekte
Es ist darzustellen, wie das Zukunftszentrum mit den Entwicklungsstrategien der Kommune und mit in der Region vorhandenen Institutionen verbunden sein kann.

Die Strategie zur Entwicklung der Stadt Frankfurt (Oder) ist leicht auf einen Punkt zu bringen: Als Leuchtfeuer der europäischen Idee sehen viele Menschen hier ihre Stadt. Grundlagen sind unter anderem Offenheit, Internationalität und Zusammenarbeit über Grenzen hinweg. Neben der Europa-Universität Viadrina gibt es viele weitere Institutionen in der Stadt und ihrem Umland, die in ihrem Wirken und ihren Strategien diese Zielsetzungen verfolgen. Diese sind gut miteinander vernetzt sowie fähig und bereit, mit dem Zukunftszentrum für Europäische Transformation und Deutsche Einheit eng zusammenzuarbeiten.

05. Umfeldbedingungen
Für die Einbindung und Belebung des öffentlichen Raumes rund um den Standort des Zukunftszentrums ist ein Konzept vorzulegen.

Der in Frankfurt (Oder) geplante Standort des Zukunftszentrums liegt direkt an der Stadtbrücke, die vor nicht allzu langer Zeit noch die Menschen in Polen und Deutschland voneinander trennte. Heute gilt sie als verbindend. Das Konzept für die Einbindung des Zukunftszentrums wird die Schaffung eines neuen und urbanen Stadtraumes beinhalten, der um diesen Ort herum entsteht und gleichzeitig die Verbindung zwischen Marktplatz, Stadtbrücke und Słubice belebt. Gleichbedeutend ist das mit der Schaffung eines sehr lebendigen öffentlichen Raumes, der für die Stadt einen weiteren Schritt in Richtung Offenheit und Internationalisierung darstellt sowie die Innenstadtbelebung weiter voranbringt.

06. Gute Erreichbarkeit
Der Standort des Zukunftszentrums für Europäische Transformation und Deutsche Einheit soll für nationale wie auch für internationale Gäste gut erreichbar sein.

Hier verfügt Frankfurt (Oder) über vergleichsweise hervorragende Bedingungen. Der Hauptstadtflughafen BER ist zum Beispiel nur etwa 80 Kilometer entfernt. Eine Autobahnverbindung sorgt für eine kurze und schnelle Reise hin und zurück. Auch die Anreise per Zug ist aus verschiedenen Richtungen komfortabel möglich. So benötigt der Regionalexpress 1 von Berlin nach Frankfurt (Oder) nur eine knappe Stunde. Im Jahr 2023 wird diese Verbindung nicht mehr halbstündlich, sondern alle 20 Minuten nutzbar. Gleichzeitig wird sie noch weiter beschleunigt. Auch die Schaffung weiterer Busverbindungen im Zuge der Ansiedlung der Zukunftszentrums ist in Planung.

07. Universität mit sozialwissenschaftlicher Ausrichtung 
Die Stadt soll über eine Universität bzw. Hochschule mit sozialwissenschaftlicher Ausrichtung oder eine Berufsakademie im Ort oder dessen Nähe verfügen.

Die Europa-Universität Viadrina bietet neben einer sozialwissenschaftlichen Ausrichtung ihrer kulturwissenschaftlichen Fakultät Jahrzehnte aktiver interdisziplinärer Transformationsforschung. Die Universität und ihre Forschenden verfügen zudem über eine enorm wertvolle Vernetzung mit Forschungseinrichtungen in der Region, in Europa und weltweit. Ausgehend von der deutsch-polnischen Grenzregion wird hier seit mehr als 30 Jahren europäisch gedacht, geforscht und gelehrt.

08. Baufreiheit
Für das Zukunftszentrum Europäische Transformation und Deutsche Einheit soll ein Grundstück verfügbar sein, das mit Baufreiheit versehen ist, um eine möglichst zügige Fertigstellung zu gewährleisten.

Das vorgesehene Grundstück befindet sich im Eigentum des städtischen Wohnungsunternehmens sowie der Stadt Frankfurt (Oder). Somit kann das notwendige Planungsrecht zeitnah geschaffen werden. Aufgrund der innerstädtischen Lage des Areals können archäologische Untersuchungen notwendig werden. Mit dem Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege wurde das Vorgehen bereits vereinbart. Gemeinsam kann umgehend die notwendige Baufreiheit noch vor Abschluss der Planungsphase für dieses Projekt sichergestellt werden.

09. Unterstützung der Landesregierung
Die sich bewerbende Stadt muss belegen können, dass sie von ihrer Landesregierung bei der Bewerbung unterstützt wird.

Bereits im Juni 2021 erklärte Brandenburgs Landesregierung, die Bewerbung von Frankfurt (Oder) zu unterstützen. Aus Sicht der Landesregierung erfüllt nur diese Stadt alle notwendigen Voraussetzungen, Sitz des Zukunftszentrums für Europäische Transformation und Deutsche Einheit zu werden. Frankfurt (Oder) ist die Bewerberstadt des Landes Brandenburg.

Mehr noch: Mit Beschluss vom 29. März 2022 erklärte auch der Senat des Landes Berlin seine exklusive Unterstützung für die Bewerbung der Stadt Frankfurt (Oder).

10. Übernachtungsmöglichkeiten
Das Zukunftszentrum soll jährlich bis zu einer Million Gäste aus Nah und Fern anziehen, so dass es auch einer hohen Zahl an Übernachtungsmöglichkeiten am Standort und in dessen Umgebung bedarf. Wie diese perspektivisch geschaffen werden können, ist innerhalb der Bewerbung darzulegen.

Bereits die Bekanntgabe der Bewerbung der Stadt Frankfurt (Oder) als Standort für das Zukunftszentrum für Europäische Transformation und Deutsche Einheit und die zu erwartenden Besucherzahlen aus dem In- und Ausland haben das Interesse von Investoren geweckt, in Frankfurt (Oder) neue Hotelkapazitäten zu schaffen. In der Innenstadt von Frankfurt (Oder) sind hervorragend geeignete Standorte für die Schaffung von Übernachtungsmöglichkeiten verschiedener Kategorien und Größen ausreichend vorhanden. Beispielhaft zu nennen sind das Baufeld an der Ostseite des historischen Rathauses am Marktplatz sowie auch Bestandsobjekte wie z. B. die Gebäude der ehemaligen Kaiserlichen Oberpostdirektion mit Paketamt (Hauptpost) in der Lindenstraße.

11. Freizeitangebote
Eine Bewerbung hat Informationen über weitere Freizeitangebote zu enthalten, die Beschäftigte wie auch Gäste des Zukunftszentrums künftig nutzen können.

Frankfurt (Oder) ist Kulturstadt, Sportstadt und, wie der Name schon sagt, landschaftlich reizvoll an der Oder gelegen. Wo jede und jeder Sechste in einem der rund 80 Sportvereine aktiv ist, spielt der Breitensport eine wichtige Rolle im gesellschaftlichen Leben der Stadt. Dank der renommierten Einrichtungen des Olympiastützpunktes und der Frankfurter Sportschule hat aber auch der Spitzensport hier sein Zuhause: Viele hervorragende Sportler:innen wie der Olympiasieger Manfred Kurzer (Schießen) oder der Boxweltmeister Henry Maske sind hier groß geworden.

Frankfurt (Oder) bietet seinen Gästen sowie den Bewohner:innen beiderseits der Oder eine Menge Kultur. Die Palette ist dabei breit: Ob Oper, Schauspiel oder Konzert, ob Kabarett, Puppentheater, Museen oder Bibliotheken, ob Orchester, Chöre oder Musikschule – für alle Geschmäcker, Interessenlagen und Altersgruppen hält die städtische Kulturszene passende Angebote bereit. Lokale Kleinkunst ist hier genauso zu Hause wie das internationale Musikfestival Transvocale und das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt.

Soziokulturelle Angebote schaffen Begegnung und fördern kommunikative Prozesse. Und der Fluss, die Oderpromenaden auf beiden Seiten der Stadtbrücke und die Insel Ziegenwerder laden ein zu Spaziergängen und kilometerlangen Radtouren entlang des Oder-Neiße-Radwegs.

12. Grundstück
Eine Stadt, die sich bewirbt, sollte ein bestehendes Gebäude zum Umbau anbieten oder ein freies Grundstück zur Nutzung.

Die Überlegungen in Frankfurt (Oder) gingen von Anfang an in Richtung eines freien innerstädtischen Grundstücks.
Das Areal an der Slubicer Straße bietet alle Voraussetzungen, die geforderte herausragende Architektur im Ergebnis eines Architekturwettbewerbs an diesem Standort umzusetzen. Die große Freifläche an der Słubicer Straße, unmittelbar an der deutsch-polnischen Grenze ist zudem selbst Ort der Transformation. Hier ist die Wiege der Stadt Frankfurt (Oder). Hier waren die schmerzhafte Teilung und die Grenze nach Kriegsende besonders fühlbar. Hier wurde Nachbarschaft zu Partnerschaft und später sogar zu Freundschaft. Hier ist Stadtumbau in der Innenstadt noch immer spürbar.



13. Vernetzung
Zu einer Bewerbung, Standort des Zukunftszentrums für Europäische Transformation und Deutsche Einheit zu werden, gehört ein Konzept zur überregionalen Vernetzung und Wirksamkeit.

Frankfurt (Oder), die, gemessen am Bevölkerungsanteil ausländischer Mitbürger:innen, internationalste Stadt des Landes Brandenburg, ist in der Region grenzüberschreitend und mit ihren Leuchttürmen wie der Europa-Universität Viadrina und dem Leibniz-Institut für Halbleiterphysik europa- und weltweit vernetzt. Die Stadtgesellschaft hat in den vergangenen mehr als drei Jahrzehnten gelernt, Transformationsprozesse als Chance zu begreifen und sich auch von Rückschlägen nicht entmutigen zu lassen. Die Frankfurter:innen wissen, wie es geht, gemeinsam mit Partner:innen aus ganz Europa wie z. B. im Rahmen von Städtepartnerschaften nach den besten Lösungen für die Zukunft zu suchen. Diese Kompetenz steht dem Zukunftszentrum zur Verfügung – bereit, gemeinsam weiterentwickelt zu werden.

Das Zukunftszentrum kinderleicht erklärt

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